Rolltore vs. Sektionaltore

Sind Rolltore mit Sektionaltoren gleichzusetzen? Welches Tor bietet mehr Komfort und eine bessere Ausstattung?

Wenn man sich mit der Garagentorauswahl befasst, dann fallen zunächst die unterschiedlichen Garagentorarten auf. Wenn das Garagentor besonders wenig Platz in Anspruch nehmen und viele weiter nützliche Kriterien erfüllen soll, dann wird die Auswahl häufig auf Roll- und Sektionaltor eingeschränkt. Die beiden Torarten sind sich in vielen Bereichen ähnlich, unterscheiden sich jedoch auch in wesentlichen Aspekten voneinander.

Der Vergleich

Beide Torarten sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Sowohl Einzel- als auch Doppelgaragen lassen sich ohne weiteres mit den beiden Toren ausstatten. Darüber hinaus sind Sonderanderfertigungen für noch größere Garagen keine Seltenheit, da die Bauart ideal für große Garagenöffnungen geeignet ist.

Sektionaltore und Rolltore lassen sich senkrecht Öffnen und Schließen. Anders als bei Schwingtoren wird vor der Garage kein Platz für das Tor benötigt, was in vielen Fällen zur Kaufentscheidung führt. Platz sparend ist nämlich auch die gesamte Anbringung der Tore, da sie nicht direkt unterhalb der Garagendecke platziert werden müssen. Auf diese Weise entsteht unter der Decke, je nach Wunsch, zusätzlicher Lagerraum. Roll- und Sektionaltore bedeuten also mehr Platz in und außerhalb der Garage.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Garagentorarten besteht in der Bauweise der Garagentorblätter. Sektionaltore bestehen, wie der Name schon erahnen lässt, aus mehreren, größeren Sektionen. Die Sektionen sind rechteckig, übereinander angeordnet und ergeben gemeinsam eine flexible Fläche, die sich oberhalb der Toröffnung mit einem Schienensystem leiten lässt. Beim Rolltor wird das Tor in der Regel aufgerollt gelagert, wogegen die Segmente in ganzer Fläche, in waagerechter Position gelagert werden.

Ein weiterer Unterschied bestand vor einigen Jahren noch darin, dass Rolltore elektrisch betrieben wurden, wogegen Sektionaltore durch ihre funktionale Bauweise einfach per Hand betätigt werden können. Die Vorteile eines elektrischen Antriebs haben sich jedoch durchgesetzt, daher ist er auch beim Kauf von Sektionaltoren zum Standard geworden. Zur Ausstattung elektrisch betriebener Garagentore gehört ein starker Motor, der das Gewicht des Garagentors in Bewegung setzt. Dabei spielt das Schienen- und Rollensystem eine zentrale Rolle, da diese Faktoren für reibungslose Bewegungen verantwortlich sind. Darüber hinaus sind die elektrischen Garagentore mit Funksensoren ausgestattet, die mit einer Funksteuerung bedient werden können. Auf diese Weise können Garagentore aus einer gewissen Entfernung geöffnet und geschlossen werden. Das Aussteigen aus dem Auto, um das Tor zu öffnen wird somit überflüssig.

Für den Handbetrieb verfügen Garagentore über Griffe und Griffmulden. Diese findet man jedoch häufiger bei Sektionaltoren, da Rolltore, wie bereits beschrieben, in der Regel mit einem elektrischen Antrieb eingebaut werden.

Rolltore und Sektionaltore zeichnen sich durch eine geräuscharme Nutzung aus, was besonders dann von großem Vorteil ist, wenn die Garage direkt ans Wohnhaus angrenzt.

Auch im Bereich der gestalterischen Möglichkeiten unterscheiden sich die beiden Torarten nicht deutlich voneinander. Durch die vielen Lamellen des Rollentors entsteht natürlich eine andere Optik als bei den großen Segmenten des Sektionaltores, farblich sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Auch das Material wirkt sich entscheidend auf die Erscheinungsform des Garagentors aus. Stabiler Kunststoff ist im Außenbereich zu einem beliebten Material geworden. Witterung und Schmutz können dem Material nichts anhaben und in Verbindung mit einem Stahlkern sind Garagentore aus Kunststoff auch einbruchsicher. Ansonsten ist Stahl generell ein beliebtes Material für Garagentor. Im Gegensatz zu Holz benötigt Aluminium und Stahl keine Nachbehandlungen und sind besonders pflegeleicht.

Letztendlich bringen die beiden Garagentorarten viele Vorteile mit. Der größte Unterschied ist optisch wahrzunehmen, daher hängt die Kaufentscheidung vor allem von dem eigenen Geschmack ab. Die einzelnen Lamellen des Rolltores können in Verbindung mit einer ansprechenden Farbe zum Highlight des Gebäudes werden. Die Ausleuchtung mit Lampen rundet das Gesamtbild ab.

Kosten

Die Kosten für die Garagentore belaufen sich im unteren Bereich auf etwa 500 Euro, wenn man von einer Breite von 2,40 Meter und einer Höhe von 2,10 Metern ausgeht. Die Qualität beim Garagentorkauf sollte jedoch an erster Stelle stehen, daher sind besonders preiswerte Angebote mit Vorsicht zu betrachten. Man kann jedoch festhalten, dass sowohl Rolltore als auch Sektionaltore in allen Preisklassen zu finden sind. Je höher die Anforderungen desto höher der Preis, jedoch sollte man beachten, dass kostspielige Garagentore nicht unbedingt hochwertig sein müssen. Bei der Auswahl kommt es also darauf an, die Balance zwischen Preis und Qualität des Produkts zu erkennen und sich das beste Angebot herauszusuchen.

Kosten entstehen jedoch nicht nur beim Garagentorkauf. Der Einbau kann ebenfalls zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Garagentoranbieter legen in der Regel Einbauanleitungen bei, doch der Einbau eines Garagentors sollte nicht unterschätzt werden. Ein Garagentor hat viele Funktionen erfüllen. Der Einbruchschutz kann nur dann wirklich funktionieren, wenn das Garagentor korrekt verbaut wurde. Das gleiche gilt auch für den Schutz vor Wettereinflüssen. Frost und Nässe kann nur dann abgehalten werden, wenn das Garagentor so verbaut und verdichtet ist, dass sich die Funktionen voll entfalten können. Der Einbau von einem Fachmann ist aus diesem Grund häufig die bessere Wahl, auch wenn dies im ersten Moment mehr Kosten verursacht. Im Endeffekt zahlt es sich aus, wenn das Garagentor von Beginn an tadellos funktioniert.

Fazit

Der Unterschied zwischen Roll- und Sektionaltoren ist in manchen Bereichen deutlich, in anderen ähneln sie sich jedoch auch sehr. Man kann daher nicht sagen, dass die eine Garagentorart besser ist als die andere. Bei der Kaufentscheidung kommt es ganz entscheidend auf die eigenen Vorstellungen an, da beide Garagentore zahlreiche Vorteile mitbringen und sich mit ihrer unterschiedlichen Erscheinung an verschiedene Geschmäcker richten.

Besonders positiv sind die Platz sparende Bauweise und die geräuschlose Nutzung. In Verbindung mit einem elektrischen Antrieb, kann ein Garagentor zum nützlichen Gebrauchsgegenstand des Alltags werden. Das schnelle Öffnen und Schließen der Garage kommt vor allem dort zu Gute, wo Garageneinfahrten an viel befahrenen Straßen liegen.